Montag, 9. April 2012



Giersch ist das Unkraut in unserem Garten - unausrottbar und allgegenwärtig. 
Eine elegante Möglichkeit diesem Un-Kraut Herr zu werden, ist, es einfach zu essen. Bei meinen Vorbereitungen zu einem Wildkräuter-Workshop bin ich schon vor einiger Zeit auf die Vorzüge von Giersch gestoßen und alle Jahre wieder, wenn im Frühjahr fast überall der Giersch sprießt, hasse ich ihn kurz und verarbeite ihn dann großzügig in Aufstrichen, Suppen und Salate.

Giersch-Sardellen-Dipp auf Dinkellöffel mit Taubnesselblüte Foto: Edith Kubiena

Diesmal hab ich ein Aufstrich-Rezept von Antonio Carluccio abgewandelt:


100g Giersch
80g Sardellenfilets
5 Essiggurkerl
5 Essigkapern
1 Knoblauchzehe
kalt gepresstes Olivenöl



Alles fein in der Küchenmaschine zu einem Aufstrich mixen und auf getoastetem Brot servieren. Ein herrlicher Appetizer vor unserem Osteressen.


Details zum Giersch (Aegopodium podagraria)
Giersch hat einen kriechenden, stark wuchernden Wurzelstock und bildet richtige Kolonien. Botanisches Merkmal sind die dreiteiligen Fiederblätter. Ihr Blattrand ist gezähnt, die Blattform lanzettenartig. Der Blattstiel ist im Querschnitt dreieckig, ein untrügliches Erkennungsmerkmal . Giersch riecht ähnlich wie Petersilie, die ebenfalls zur Familie der Doldenblütler gehört. Wenn Sie beim Sammeln nicht ganz sicher sind, verzichten sie lieber auf den Genuss!
Der Giersch wurde früher als Gemüse- und auch als Heilpflanze angebaut! Wegen seiner schmerzstillenden Wirkung erfreute er sich bei an Gicht und Rheuma Erkrankten größter Beliebtheit. Erst seit den fünfziger Jahren ist er als unausrottbares Unkraut ungeliebt und verpönt.

Quelle: "Wildfrüchte -gemüse -kräuter : Erkennen, Sammeln & Genießen" von  Elisabeth Mayer, Stocker Verlag

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